1.) Die Seite mit den Reports vom Music Shop Reparaturtag

2.) Der immer Freitags in München stattfindet und

3.) mittlerweile eine echten Institution ist,

4.) da immer was los ist und

5.) immer gute Laune herrscht.

News aus München 1999 vom Music Shop Reparaturtag (immer Freitags):

Die brandaktuellen News befinden sich immer auf der "News" Seite ganz oben. Hier auf dieser Seite befinden sich die Freitagsberichte früherer Jahre...

5.11.99 Kaum lesen die Jung's, daß André gute Fret-Jobs an guten Les Pauls macht und diese dadurch um Welten besser geworden sind, schon bringen sie alle ihre Schätzchen auch einmal vorbei. Prima, nur weiter so! André soll ja schließlich auch was zu tun haben. Hat ja auch endlich die zweite HansCaster fertiggemacht. Diesmal eine H.M. Caster, abgewinkelte, jacksonmäßige Kopfplatte, nicht zu dünner Hals, alles Vogelaugenahorn, pearlwhite(!) lackierter Dinky-Korpus, 2 Single, 1 Hu (Joe Barden) rockt richtig gut ab...Neben dem "üblichen" Freitagstrubel war GIL mal wieder da und testete die lefthand PRS (was zeitweise in eine kleine Session mit Ossi ausartete). Murmel schaute auch mal wieder vorbei und lobte seine zweite MurmelCaster (siehe Staufer Custom Shop-Bildergallerie) in den höchsten Tönen (was André zwar nicht verwunderte aber doch sehr freute). Darüber hinaus: Viel Hektik, viele Kunden und jede Menge Spaß - eben Freitag live!

29.10.99 Hecktik hoch drei, Roland schon dreimal im Auto angerufen, schnell noch zwei Gitarren in Augsburg abgeholt, Stau umfahren und die "Buben" im Music Shop auf Trab gehalten. So kann man den Tag von André beschreiben, welcher heute mal wieder bestens gelaunt war. Die Kunden standen mal wieder Schlange und warteten, bis sie an der Reihe waren. Schnell ein Sattel anfertigen, da schauen, warum die Elektronik nicht geht, zwischendurch schnell ein neuer 5-Weg Schalter, dann eine hübsche Staufer T-Caster bestaunt, einige (hoffentlich gewaschene) Hälse angeschaut und eingestellt, diverse Kunden über diverse Austauschpickups beraten, darauf geachtet, daß die "Buben" gleich die Bestellung machen, dazwischen Enrico begrüßt, die Security Locks an Tal's Bass angeschraubt (Bruder von GIL), mit Rolf Pröpper und Peter Diezel (siehe Bericht vom 15.10.99) beim Mittagessen gewesen, Nick Woodland vermißt (dem wird doch nichts passiert sein??!!), ständig um das von Alfi neu erstandene Fender Baby Rodes (55 Tasten) herumgelaufen, kurz vor 19.00 Uhr noch daran rumgelötet und schon war André wieder auf dem Heimweg (muß heute noch Hälse für seine neuen Staufer Customs lackieren)...

22.10.99 Anruf von Wolfgang Schmid, dem bekannten Bassisten/Komopnisten. Der Blitz hatte unter anderem in die Netzteilelektronik seines alten Alembic Bass eingeschlagen. Ob André da nicht mal "nachschauen" könnte (andere konnten den Fehler nicht beheben...). Gut, der Sofortabholservice von André höchstpersönlich am Freitag morgen 10.30 Uhr klappte wie am Schnürchen, Tasse Kaffe getrunken, über die aktuellen musikalischen Projekte (Kick-Tour*) usw. gesprochen, dann nicht wie ab zum Music Shop. Schließlich wollte Michael seinen neu bundierten Alembic Bass (klar, daß die Alembic's sich verabredet hatten) abholen. Siehe Bericht vom 8.+15.10.99. Klang super und ließ sich super spielen. André wußte sogar die Geschichte von diesem Bass, den Michael gebraucht gekauft hatte. War ein Testinstrument von 1989, welches beim Rücktransport von dem Fachmagazin beschädigt wurde. Dann schnell weiter, denn auf André warteten wieder mehrere "Blitzreparaturen", welche möglichst gleich gemacht werden sollten: Pickups wechseln, Potis tauschen, defekte Buchsen und knackende Elektroniken checken, Sättel nachfeilen usw. Die aufwendigeren Reparaturen, wie Bünde abrichten, Leimarbeiten und schon wieder eines der hervorragenden EMF Pickupsysteme in eine Antonio Valderas Konzertgitarre einbauen, bringt André nächste Woche wieder mit. Plötzlich 19.00 Uhr (keiner hatte es bemerkt), dann schlagartig aufkommende Hecktik, André war gerade noch am Saitenaufziehen, als Klaus und Ossi den Arbeitstisch schon wegrollten und die samstagsdekoration aufbauen wollten. Na ja, und dann noch die Feststellung, daß Nick Woodland heute schon wieder nicht da war????

* KICK OFF Tour mit Wolfgang Schmid, die aktuellen Termine: 27.10.99 Steinebach/Wörthsee, 30.10 99 Augsburg im Spectrum, 6.11.99 München Jazz Fest, 18.11.99 Giessen M.u.K., 20. und 21.11.99 Frankfurt/Main Jazzkeller, 27.11.99 Magdeburg Campus, 28.11.99 Berlin Jazzkeller Treptow, 17.12.99 Schorndorf im Jazzclub

15.10.99 Heute waren sie wieder alle da: Barny (Spider Murpy Band), der eine Strat zur Reparatur bringen will, Rolf Pröpper (Petri Band) der die neu bundierte Les Paul Gold Top (siehe Bericht vom 8.10.99) antestete und für gut befunden hat (hat selbst 'ne '52er), Bernd Kühl Wolfgang (Petri Band) der heute ausnamsweise mal nichts wollte und unser schon seit zwei Wochen vermißter Nick Woodland (der endlich die Plastikfolie von seiner kürzlich von André neu bundierten '64er Tele abmachte (welche auf Jeff Beck's Unterschrift klebte) und sich jetzt wundert, warum sie plötzlich besser klingt. Kai holte seine Fender Vintage Strat ab, bei welcher André den klebrigen Lack auf der Halsrückseite entfernt hatte. Schaut jetzt durch das Nachfärben des Holzes echt "vintage" aus. Auch der Alembic Bass zum neubundieren war gekommen, sowie die üblichen "Sofortarbeiten" bis 19.00 Uhr, wie Elektroniken "entrascheln", Pickups tauschen, Schalter wechseln, Sattel einbauen, Oktavreinheit einstellen, Stahlstab nachstellen, Sattel nachfeilen, Saitenlage flacher machen, mit diversen Kunden philosophieren...

8.10.99 André pünktlich um 11.00 Uhr da, seit wann gibt's denn so was? Und dann noch alle Reparaturen fertig, sogar den Piezopickup nebst Volumenpoti und Klinkenausgangsbuchse in die Mandoline eingebaut (André hat sogar die richtige Stimmung gewußt - G, D, A, E = geh du alter Esel, weiß doch jedes Kind). Der Fender Vintage P-Bass, welcher vor zwei Wochen neue Bünde bekommen hat, war noch mal da, um sich für die prima Arbeit und die jetzt wesentlich verbesserte Bespielbarkeit, nochmals extra zu bedanken. Hört man doch gerne. Selbstverständlich ist die heute fertig gewordene Fender Strat Neubundierung genau so gut, denn diese Fretjobs oder Bundarbeiten gehören mit zu den absoluten Spezialitäten von André. Das hat sich ja im Laufe der Jahre weit herumgesprochen. Heute war z.B. ein Kunde da, der seine alte Les Paul DeLuxe Gold Top brachte. War mal ein schönes Instrument. Leider hatte Jahre zuvor ein besonders "guter" Kollege dieses Instrument völlig runiniert. Bei der damaligen Neubundierung wurden nicht nur die Bünde, sondern auch noch das halbe Griffbrett herausgerissen und die "neuen" schwebten teilweise mit über einem 1mm Abstand über dem Griffbrett. Das Instrument war faktisch unspielbar. So, und jetzt soll das der André wieder geradebiegen. Sind wir mal auf nächste Woche gespannt. Tja, und wo war Roland? Heute schon wieder nicht da? Er scheint wohl jetzt wieder seinen freien Tag nehmen zu wollen. Na ja, ist ja dann auch bedeutend weniger hektisch hier, obwohl bestimmt genau so viele Kunden da waren, wie sonst. Z.B. Bernd Kühl, der von seiner alten Lefthand Strat das mittlere Poti gegen das Volumen Poti tauschen ließ und gleich weitere Besuche für die nächsten Wochen ankündigte (man merkt, daß die Wolfgang Petri Tour zu Ende ist), GIL traute sich nicht vorbei (wegen den Mädl'z) und fragte telefonisch nach, ob ich den klebrigen Lack von der Halsrückseite seiner Gibson Les Paul wegmachen könnte. Nick Woodland traute sich offensichtlich auch nicht vorbei. Keiner wußte, wo er steckt (vielleicht im Stau??). Hans brachte noch mal seine HansCaster vorbei, um die Pickupgummis für die Höheneinstellung gegen Pickupfedern tauschen zu lassen, weil die besser klingen sollen (!) und um eine Push/Pull Poti für eine Out-of-Phase Schaltung einzubauen. Zwischenzeitlich testete der Jazz-Bass Kunde seinen '78er Fender J-Bass, in welchen André die neue Bartolini Aktivschaltung eingebaut hatte (Buchse an der Seite und sehr saubere Batteriefräsung unter dem Schagbrett). Klang richtig gut und vielseitig, weil der Kunde soundmäßig sehr viel verschiedene Stilrichtungen abdecken muß. Und einer der ersten Bass Kunden, den André noch aus den alten Chandler Tagen her kannte, hatte sich extra für diesen Freitag Nachmittag freigenommen, um seinen Alembic Mark King Bass zur Neubundierung für nächste Woche anzumelden (irgend ein Frevler hatte diesen zum Fretless umfunktioniert - so 'n Quatsch!) und um die nette Bassauswahl im Music Shop (inklusive dem Staufer Bass) durchzutesten.

1.10.99 Autobahn Tempo 120. Großversuch - Ha, mit LKW Überholverbot damit es keinen Stau mehr gibt. Da lachen ja die Hühner. Und wie es sich gestaut hat. Bis halb elf Uhr! Und alle Kunden standen auch im Stau. (Oder waren die auf dem Oktoberfest? Beim 1860er Spiel wohl kaum, denn Musiker sind ja keine Fußballfans, oder doch?) Auf jeden Fall war heute Ossi nach längerer Krankheit und anschließendem Erholungsurlaub wieder da und hatte gleich einige Fragen, bezüglich seinen neuen, weißen OssiCaster: OssiCaster mit 2 DiMartio Virtual Vintage brummfreien Single Coilen und dem Gibson 498T Humbucker"André, mir kommt es vor, als wäre meine OssiCaster unverstärkt gespiel viel lauter, als meine andern Gitarren. Auch lauter als meine '64er Strat. Kann das sein?" Logisch, denn je besser eine Gitarre, auch eine "Stromgitarre" ist, um so leichter schwingt das Holz und um so besser klingt das Instrument.

Dann einige Reparaturen und Einstellarbeiten gemacht, als plötzlich Hans den Laden stürmte. "Hallo André, wo ist meine HansCaster? Los, sag schon! Wo?" Na ja, direkt neben ihm, bei den anderen Staufer Custom's. Modell T-caster, vintage weiß, Vogelaugenahornhals, 2 Seymour Duncan Humbucker (Modell 59 Neck und JB), schwarzes Schlagbrett, abgesägte Vintage Tele Bridge mit drei Reitern (Sonderanfertigungen mit schräg stehenden Reitern wg. der Oktavreinheit) und die beiden Humbucker trotz Schlagbrett mit chremefarbigen Rähmchen. Klingt mit den 010 - 052er Saiten wie 'ne echte Männergitarre! Hans war auch völlig begeistert. Die Vorlage war ein fotokopiertes Bild einer alten Telecaster die bei irgend einem alten J.B. Bericht abgedruckt war (das Original war wohl bei der Versteigerung, siehe unten, schon weg...). Und was war sonst noch los? Peter Diezel hatte mal wieder einen alten Marshall getunt (komplett alles raus und anschließend wieder alles neu rein = drei Kanäle und drei Mal geiler Sound. Peter Wölpl war auch mal wieder da (war ja vor kurzem Vater geworden), dem Klaus ist dann eingefallen, daß da noch irgendwelche Einzelsaiten für Peter im Regal lagen (1997 bestellt und schon da = großes Gelächter). Na ja , und schon war's wieder 19.00 Uhr, schnell zusammenräumen, denn da wartete noch ein ausstehendes, spanisches Essen auf André...

24.9.99 Hier isser, der Kuchen! Ein echter "Zwetschgendatschi" oder wie die Bayern dazu sagen. Und zwar ein ganzes Blech von André's Angetraute Ulli gebacken. Ein echter "Staufer Kuchen". Wow, da waren mal wieder alle voll platt. Klar, daß da André's ganze Reparaturen genau so lecker waren. Diverse Neubundierungen, Bünde abrichten und Leimarbeiten. Echte Spezialitäten von André! Nachdem sich dieser Freitag etwas geruhsamer angelassen hatte, kam doch schon wieder kurz nach der Mittagspause die gewohnte Hektik auf. Gerade als André völlig vertieft mit der Saitenlage einer Strat beschäftigt war, schlich sich unser lieber Nick Woodland wie ein alter Indianer von hinten an. Kurzer Schock, doch dann Entwarnung. Sie stand ja auch schon ganz schön in der Ecke und wartete: Seine '64er Tele. Ein gut klingendes Teil übrigens (und das nicht nur wegen Jeff Beck's original Unterschrift). Jetzt hatte sie endlich neue Bünde und ist damit wieder voll spielbar, was Nick natürlich gleich ausgiebig testete. Währenddessen kam Roland von der Mittagspause zurück. Erste Frage: "Potz Blitz, wer fendert den da so geil??" Großes Gelächter ringsum über diesen neuen Ausdruck. Werd ich mir merken müssen! Kurz danach kam auch schon Bernd Kühl um seine abgerichteten Bünde abzuholen und die Schaltung seiner neuen Tele modifizieren zu lassen. Während André sich an's löten machte, zogen die beiden Münchner Altmeister ne kleine Session zum Thema "Hühner auf der Stange" ab. Die beiden Münchner Altmeister Nick Woodland und Bernd Kühl bei der "Hühner auf der Stange" Session

Der Kunde, der gerade die Peavy-Wolfgang kaufte, ließ sich noch schnell über die Möglichkeit eines Doppelpotis beraten (Lautstärke und Ton übereinander), dann noch zackig diverse Sättel nachfeilen, einige Pickupanfragen beantworten, sich über einen Kunden todlachen, der gerade Roland seine neue CD zum "Schnäppchenpreis" anbieten wollte, dann Enrico Coromines begrüßt, der schon wieder seine Tom Anderson zwecks Neubundierung vergessen hatte, ein EMG "Gillmore" Pickupset in eine Strat einbauen und plötzlich war es, wie jeden Freitag um diese Zeit, schon wieder 19.00 Uhr...

17.9.99 Endlich wieder da. Der André und der Freitagsbericht. Drei Wochen Spaaaanien, etwas Urlaub gemacht und vor allem Antonio Valderas auf Vordermann gebracht. Neue Konzertgitarrenmodelle besprochen, Detailverbesserungen angeregt und die Cutawaymodelle mit Fishmann und EMF Pickupsystem komplett neu konzipiert, echt spanisch gegessen (nix Touristenfraß) ...Übrigens: Das Neue Antonio Valderas Prospekt ist fertig. Bitte per E-Mail anfordern oder im Music Shop abholen!

Tja, und dann ging's los. André war nämlich schon um 10.00 Uhr da (mit Kuchen) und trixte damit alle "Schlangensteher" aus, die sonst immer ab 11.00 Uhr warten und bis die ersten Kunden da waren, waren schon die ersten Reparaturen fertig. Z.B. eine ältere Takamine, die schon mehrfach bei verschiedenen Kollegen war. Knackte einfach völlig unmotiviert ab und zu vor sich hin (Bei angeschlossenem Verstärker), obwohl sie niemand ärgerte. War ein kleines Kontaktproblem. Schaumstoff hinter die Batterie und schon war das Knacken weg. Wenig später noch eine Takamine. Ein älteres Modell, geht nicht mehr (klar, hat auch keine Füße) und der Kunde, der es ganz besonders eilig hatte. Ein Steckkontakt war oxydiert und André bei der Überprüfung zum Glück aufgefallen (sonst hätte er noch lang suchen müssen). Schnell zum Mittagessen mit Peter Diezel (heute mit Urlauber-Hawaii-Hemd) und seinen sensationell guten Guitar-Player-Diezel-Amp-Test gefeiert. Kaum zurück und kurz darauf waren plötzlich wieder alle auf einmal da. Kunden, die eine Pickupberatung wünschten, Vintage P-Bass zum Neubundieren, Les Paul De Luxe zum "Vintage All Gold "umlackieren, Fender Strat zum neubundieren, noch eine zum Bünde abrichten, dazwischen schnell ein EMG Pickupset in eine Tele eingebaut, aber wohin mit der Batterie?? Frasung im E-fach vergrößet (André hat ja zum Glück sein Proxon Minifräs- und Schleifset immer dabei), der "Neue" vom Music Shop, der Andreas wollte genau wissen, wie man eine Strat richtig einstellt und ein Kunde fragte nach einem Set Martin Endpins um die Saiten auf seine alten Martin wieder befestigen zu können. Roland hörte nur "Martin", schleppte schon zackig Sitzgelegenheiten her und freute sich schon wieder auf einen Martin Kunden. Na ja, und dann waren's halt doch nur die "Stockerl", wie diese Teile auf bayerisch genannt werden... GIL war auch mal wieder da, ließ seine neue Custom Made 7-Saiter Ibanez einstellen (hat jetzt einen tollen Entdorsement Deal) Gill mit seiner Staufer GillCaster und mitten im größten Andrang bestand Bernd Kühl (Wolfgang Petry Band) auf eine Sonderbehandlung, also Lefthand Vintage Fender Strat anschauen, Saiten liegen beim "ziehen" auf, Bünde abrichten empfehlen und die Poties noch anders anlöten, nächsten Freitag abholen, dann noch schnell das Motorad anschauen (zu heiß gebadete Harley, auf 125 ccm geschrumpft...) Bernd Kühl mit der von André schon vor einigen Jahren gebauten Bernd-KühlCaster. Drei P-90, Semi-Acuostic T-Caster, transparent rot und ultra leicht, wird zeitweise auch vom Gitarristen der "Toten Hosen" gespielt... plötzlich 19.00 Uhr. Moment, da fehlte doch noch wer? Nick Woodland, ist noch unterwegs und kommt erst nächste Woche. Na ja, muß halt André seine neu bundierte, alte '64er Tele wieder mitnehmen.

20.8.99 Riesenstress heute für André, alle wollten noch schnell "was ganz dringend" gemacht haben, da André für die nächsten drei Wochen im Urlaub ist. Daher auch heute nur Kurzbericht, schon weil Nick Woodland auch gar nicht da war, weil auch im Urlaub. Ach ja, Andy, der Gitarrist von Gill's Live Band ist heute eingefallen, daß er ja gar nicht in München, sondern in Göppingen ist und damit in Sichtweite zur Staufer-Werkstatt vorbeigefahren ist. Tja, da hätte André die Gitarre ja gar nicht mitnehmen müssen...

und jetzt noch Murmel mit seiner "MurmelCaster, die Zweite": Ein glücklicher Dr. Weissmann mit seiner "MurmelCaster, die Zweite"

13.8.99 Kaum 10.30 Uhr und damit eine halbe Stunde früher da, als sonst, stand (wie fast jeden Freitag) ein ganzes Rudel Kunden rund um André's Arbeitstheke und warteten. 10.45 Uhr war schon der erste Pickupschalter an einer ESP Gitarre gewechselt als es gleich mit der Les Paul des bekannten Münchner Studiomusiker Charly Hörnemann weiter. Diese alte Gibson Les Paul Artisan hat nicht nur 3 Pickups, sondern speziellen Schaltpotis der alten Schecter Super Rock Schaltung (4 Push Pull Potis), die André von etwa 10 Jahren einbaute. Diese "fast neuen" Potis knackten und funktionierten nicht mehr so recht. Da es diese sehr speziellen Potis nicht mehr gibt, baute André sie kurzerhand auseinander, reinigte sie mit Kontaktspray und setzte alles wieder zusammen. Ergebnis tadellos. Und weil das alles so schön schnell ging, kaufte Charly auch noch kurzerhand eine, wie kann es anders sein, von Roland, eine Martin...

Apropos Martin, heute war doch tatsächlich noch ein Interessent für die OM 45 Golden Aera 48.990,- DM Martin da (siehe Freitagsbericht von letzter Woche)!

Dann noch schnell für einen eiligen Kunden 2 Fender Strats eingestellt, bei der einen die Schaltung umgelötet. Diverse Einstellarbeiten gemacht, eine US Standard Strat bearbeitet, weil die Saiten dauern reißen, dazwischen mit Abi v.Reininghaus gefachsimpelt, an einem Marleaux 6 (!) Saiter gerätselt, warum die Elektronik verzerrt (9 Volt Batterie lieferte nur noch knappe 5 Volt ab). Dann plötzlich "Blitz" ein kichernder Roland (der mit seiner Leber spielte) und schon was passiert, mit dem Polaroid: Natürlich ging's gleich weiter, denn Andi, der Gitarrist von GIL's Live Band, brachte seine verchromte Ibanez J.S. zum Bünde abrichten mit und plötzlich war es schon kurz nach 18.00 Uhr, als unser lieber Nick Woodland endlich kam. (Ohne den obligatorischen Freitagsbesuch von Nick fehlt halt irgendwas...) Tele neu bundieren, wie schon letzten Freitag angekündigt. Und auch sonst noch verbessern, falls es etwas zu verbessern gibt. (Na ja, die Lackierung an diesem alten Teil wäre es durchaus wert, erneuert zu werden. Nur, ob der liebe Nick damit einverstanden wäre?)...

Ach ja, bevor wir das hier ganz vergessen: Roland's ganzer Stolz sind die Valderas Kindergitarren, die er in drei verschiedenen Größen auf Lager hat und wo heute eine ganz besonders stolze, junge Gitarristin ihre Valderas bekommen hat. Solange ich noch nicht sooo groß bin, darf ich auf der kleine Antoio Valderas spielen, später bekomme ich dann auch eine ganz große!

6.8.99 Aber jetzt wieder: 11.15 Uhr, schon wieder viele Kunden da, die auf André warten. André wird wohl demnächst Nummern für die Reihenfolge ausgeben, obwohl Roland schon viele Kunden für nach der Mittagspause herbestellt hat. (Der denkt halt mit!) Uns was gab es besonderes? Sättel nachgefeilt, Saitenlagen eingestellt, Buchsen angelötet, Telefonanfragen beantwortet, Pickups eingebaut, Schaltungen modifiziert, usw. Als an Aarons Blade Strat (Münchner Freiheit) für die Sperzel Klemmechanik das Klemmstäbchen fehlte, zauberte Roland so lange in seiner Postablage herum bis er ein Briefumschlag mit 4 neuen Stäbchen fand (Datum des Poststempels war von 1998!). Also wenn um ein seltenes teil geht: Roland hat da so seine Spezialverstecke. Insgesammt war also für André reichlich zu tun, bis dann Bernd Kühl (Wolfgang Petri Band, siehe Bericht vom 23.7.99) kam. Zum Glück für André ging's diesmal (für Bernd Kühl Sonderwunsch-Verhältnisse ausnahmsweise) schnell: Ton Poti an seiner neuen Fender Lefthand Strat zum Masterton umgelötet, Tremolo eingestellt, Tips für's Tremolo-Fine-Tuning abgegeben und schon war Bernd wieder weg ... und Nick Woodland da. Tatsächlich, der fehlte ja letzte Woche! Aber für sein eierndes Roland Bandecho (ach du meine Güte, welche Namensgleichheit, das fällt mir ja erst jetzt auf!) hatte André auch keinen Lösungsvorschlag. Dafür wird Nick nächste Woche seine Tele zum Neubundieren bringen (als Testkandidat für seine alte Lieblingsstrat, die dann später folgen soll). Tja, und als dann kurz vor Feierabend wieder einmal die Stamm- "Prominenz-" Kundschaft versammelt war, packte Roland die Martin aus. (Ihr erinnert Euch, jeden Tag eine verkaufte Martin, daß ist unser Roland, wie wir ihn kennen.) Daher gesehen, wäre eine Martin eine Martin gewesen. Aber diese Martin! Nein, eigentlich unmöglich. Schlappe 48.990,- DM und damit die teuerste (neue) Martin, die je gebaut wurde: OM 45 Golden Aera Limited Edition, Modell 3 von insgesammt 14 Stück. Wenn da nicht jemand schwach wird... Die Martin OM 45  Golden Aera Limited Edition Modell 3 von 14 für schlappe 48.990,- DM Roland mit der teuersten (neuen) Martin aller Zeiten!

30.7.99 Kein Freitagsbericht, da André wegen starker Erkältung und daraus resultierende End-schlappheit mit Kopfschmerzen sich kaum noch erinnern kann. Trotz vergrippung war die Kundschaft mal wieder restlos begeistert, und zwar so, daß der Music Shop schon wieder ein Reparaturannahme - Rekord verzeichnen konnte! Unter anderem brachte Aaron von der Münchner Freiheit seine Lieblingsgitarre (Blade Strat), die er seit den Tagen des großen Erfolg als Hauptinstrument spielt, zum Bünde abrichten und Überarbeiten mit. Sah natürlich genau so aus, wie seit 10 Jahren nicht eingestellt, geputzt und gepflegt, also echt Vintage! (Tja, und da dachte André schon, daß es etwas "schlimmeres", als Barny's Chandler Custom (Spider Murphy Gang nicht mehr gibt..) Ja, und da waren dann noch die beiden Jung's, die ihre von André neu bundierte Fender Strat abholten. Die konnten sich ja fast nicht mehr einkriegen, von wegen besserer Bespielbarkeit, Tolles Feeling, besser als neu, usw...

23.7.99 Wegen Überfüllung geschlossen! Keine Zeit zum aufatmen, einen Kaffee zu trinken, oder mal eben locker zu "ratschen". Alle wollten was von André. Selbst beim Mittagessen mit Klaus, Peter und André klingelte Klaus' Handy und Roland fragte, wo die fertige Valley Arts ist, denn sie hat in 2 Stunden Sound Check. (Sie versteckte sich im Koffer und zwar direkt neben dem Telefon zusammen mit der ebenfalls Bünde abgerichteten Music Man EVH.) "Kannst Du mir bitte die Pickups einbauen?" "Klar, kein Problem, nächsten Freitag fertig". Kunde: "Heul, schluchtz.... ich meinte gggleich und bitte mit Power Switch!!" Ja gut. Dann kam Murmel. Brachte beide MurmelCaster zum Einstellen und Buchse anschrauben mit. Was der wohl immer mit den Buchsen macht? Dauernd locker, die Dinger. Sonst halten die doch auch? Rätselraten bei André. Während der Einstellarbeiten immer wieder begeisterte Kunden, die sich gar nicht vom Anblick dieser MurmelCaster's losreißen konnten. André nutzte die Gelegenheit, um die 2. MurmelCaster endlich zu fotographieren. Wir also bald in der Fotogallerie zu finden sein. Zwischendurch Begeisterung für eine Gibson Les Paul Standard, die eine richtig gut geflammte Decke hatte und zwar nicht nur "einfache" Riegel, sondern richtige Flammen, fast schon Feuerflammen und Honey Burst. Aber der Hals! Und die Bünde! Wie so oft bei Les Pauls, eine echte Katastrophe und damit ein Sanierungsfall für André. Sind wir mal gespannt, was der Kunde am nächsten Freitag dazu sagt. Plötzlich noch ne Strat zum neubundieren, ganz einig und eine ganz besondere Double Cutaway LP Type Gitarre, welche mal vor vielen Jahren vom Gitarrenbauerkollegen gebaut wurde. Bünde ziemlich im Eimer, mit Sitareffekt usw. Soll André aber erst dann machen, wenn er besonders gut drauf ist. So 'n Quatsch. Ist der doch immer! Dann wieder der Kunde mit der alten Gibson L5 (siehe Bericht von vor 2 Wochen). Will doch tatsächlich immer noch, daß der Pickup eingebaut wird. Mit Loch für die Buchse bohren und Poti auf's Schlagbrett. Na ja, bevor sich André schlagen läßt, wird er's wohl machen... Plötzlich tauchte Ossi auf, der eigentlich auf der Messe war und André gab ihm wortlos das Gig Bag. Und zwar das, mir Ossis neuer OssiCaster. Ein Replikat seiner Pre CBS Strat, auch in weiß, tierischer Riegelahornhals, Halsrückseite abgespielt, 2 brummfreie Single Coil Pickups und zwar die neuen Virtual Vintage von Di Marzio und der Gibson 498T Alnico Humbucker am Steg. Mit Power Switch, Wilkinson Vintage Tremolo und echtem Rio Palisander Griffbrett. Fragt mal Ossi bei Gelegenheit nach dieser Gitarre. Sie wird öfters im Shop zum Antesten bereitstehen! Ossi war auf jeden Fall mal wieder hin und weg und konnte beim antesten gar nicht mehr aufhören... Dann der Anruf von Bernd Kühl: "André, wo bist Du, können wir uns jetzt gleich treffen?" "Ja, im Music Shop." "Ich dachte, Du kommst auf's Wolfgang Petri Konzert (Ludwigsburg, ca. 300km)" "Ja klar, aber am Samstag" Schock bei Bernd, Stille in der Leitung. Nach mehreren Minuten (Sekunden) "Das Konzert ist doch heute, gleich ist Sound Check!" André: "Auf meiner Karte steht Samstag!!" Na ja, ist wohl gelaufen. Da hätte André ja auch mal den Tourplan anschauen können. Da stand Freitag drin... Kaum aufgelegt, stand schon wieder, wer hätte es gedacht, Nick Woodland da. "Meine Gitarre ist scharp, speziell die E- und H-Saite." "Wie scharf, hast Du Dir in Finger geschnitten?" Kurze Keilerei, dann feilte André den Sattel bis auf das allerletzte Quäntchen nach, dann die Oktavreinheit eingestellt und Nick war happy (für heute, was kommt nächste Woche?). Plötzlich war's 19.30 Uhr, Roland streßte, verlangte André's Autoschlüssel und plötzlich war André's Kofferraum voll mit Reparaturen, die er vorher gut versteckt hatte...

16.7.99 Schon wieder warteten die ersten Kunden, als André um 11.00 Uhr kam. Roland hatte es natürlich auch ganz eilig. Aber seine zwei viel zu hohen Sättel (spielen unmöglich) an zwei komischen Gibson Les Paul mit flacher (!?) Decke (besonders preiswert) mußten warten. Ein interessantes Teil wartete ebenfalls bereits auf André. Eine original Höfner Les Paul mit angeblich defektem Pickupschalter. Nach dem öffnen des Elektrikfaches zeigte sich nicht nur, daß diese Gitarre weitgehend hohl war, sondern auch eine ordentlich gemachte Platine, auf welcher die Potis und Kondensatoren für die Klangregler aufgelötet waren. Echt deutsche Qualitätsarbeit. Trotzdem war der Halspickup defekt und ein Austausch ist leider schwierig, denn diese Pickups sind kleiner, als die gängigen Replacement Teile. Wer einen solchen Pickup übrig hat, kann sich mal bei André per E-Mail melden. Die ganz neue, babyblaue Staufer Vintage S-Caster, wo André noch den Humbucker in die Stegposition einbaute, wurde heute von Achim G. abgeholt und gleich bezahlt. Er bringt sie also nicht wieder, seine AchimCaster! War halt schneller, als die anderen (hatte wohl von Roland so etwas wie ein Tip bekommen...).

AchimCaster - Rückseite, mehr davon in der Fotogallerie! Ein anderer Kunde brachte seine alte, deutsche Jazzgitarre zum Elektronikcheck vorbei. Da kein Name drauf war und das Teil wirklich gut aussah und aufwendig gebaut wurde, ging das heitere Raten nach Hersteller oder Herkunft los. Roland tipte auf Hoyer, Ossi auf weis auch nicht so genau, Klaus staunte und von den anwesenden Kunden hatte jeder einen anderen Vorschlag. Unter André's Regie einigte man sich schließlich darauf, daß diese Gitarre wohl ein Gesellen- oder Meisterstück eines angehenden Gitarrenbauer der früheren Firma Hopf sein mußte. Sehr interessant. Am Nachmittag plötzlich ein zerknirschter Nick Woodland. Hatte seine '69er Lieblingsstrat gegen den Mikro Ständer geschlagen. Warum steht dieses blöde Ding auch im Weg?? Und hat dabei auch noch glatt den Sattel getroffen. War natürlich kein Problem für André. Um den alten Sattel auszubauen mußte Nick halt mal wieder draußen eine rauchen gehen (kann es nicht sehen, wenn man seiner Gitarre etwas weh tun muß). Kaum war Nick weg, kam schon Georg Esser (sein Bassist) mit einer neueren Bariton Dan Electro zum Sattel nachfeilen und einer alten zum "Oktavreinheit einstellen". Als ob es da großartig was zum einstellen gäbe! Nach längerer Zeit war Bernd Kühl mit einer neuen Lefthand Strat zum Einstellen da. Bernd ist ja gerade mit Wolfgang Petri auf Tour und brachte deshalb auch gleich die Einladung zum Petri-Open Air in Ludwigsburg für André mit. Brav, darf auch mal wiederkommen... Dazwischen jammte ein total interessierter Kunde auf André's Floyd-RoseCaster und trägt sich mit dem Gedanken, sich eine solche Gitarre ohne Floyd Rose bauen zu lassen. Und als André auch noch den zu hohen Sattel an seiner PRS Semi Akustic (Limitierte Serie, die es vor mehreren Jahren gab) nachfeilte, war er völlig begeistert. Ja und was war mit Roland? Keine Ahnung, hatte ja auch keinen Kuchen bekommen. Ob er deshalb heute so wenig Hektik machte?


9.7.99 Tierische Hektik heute, alle total durchgeknallt wegen dem Flohmarkt im Music Shop morgen. So von wegen umbauen, Instrumente weg, andere Instrumente her, dann auch noch Kunden, die sich nicht entscheiden können. Viele Kunden auch noch. Und noch mitten drin André! Hier schnell schrauben, da kurz löten, kannst Du mal bitte aus dem Weg gehen (welcher Weg?) Das Mädchen mit Violine und Pickup zum ersten Mal im Musik Shop (sehr nett - die Violine), hat 'n Wackelkontakt. Fehler schnell gefunden, André gleich gelötet, Roland die neuesten Violinenpickups erklärt und zum Schluß war die junge Dame war restlos von der Hektik, der schnellen Hilfe und Fehlerbeseitigung der der kompetenten Fachberatung begeistert und vor allem, weil André auch noch die wackelige Buckse mit Klettband am Kinnhalter befestigte. Mark&Simon waren kurz da und waren begeistert von André's letzter Gitarrenreparatur, Barny von der Spider Murphy Gang schaute kurz vorbei und kündigte für nächste Woche eine Gitarrenreparatur an, Nick Woodland war wieder nicht da (diesmal wohl wasserscheu, weils zwischendurch tierisch regnete), der Typ mit seinem Bass zum 10. Mal da, immer wegen der kaputten Buchse (trotz immer gleichem Gigbag zum Glück jedesmal andere Bässe) und in eine '42er Gibson L5 soll André ein Pickup einbauen (wirklich?), ein anderer Kunde trägt sich mit dem Gedanken, eine original Staufer T-Caster als Semi Acustic bauen zu lassen (2 Humbucker, Top Tail Pice und Tone ò Matic Steg). Gibt bestimmt soundmäßig eine tolle Kombination aus ES 335 und Tele. Hat auf jeden Fall mal so als Anregungsunterstützung eine Fender USA Vintage Tele mitgenommen. -- Und was ist mit der babyblauen Vintage S-Caster? Richtig, einen Humbucker will der Typ drin haben. Gute Idee! Ossis fast fertige S-Caster bekommt nämlich auch einen rein und zwar einen Gibson 498T Alnico 5 Humbucker mit chrom Kappe. Sieht stark aus und klingt absolut amtlich! Auch für andere Strats zu empfehlen. Und um 19.00 Uhr Ratlosigkeit: Wo war Nick Woodland geblieben??

2.7.99 Heiß, heiß, heiß... alle am Baggersee, Nick Woodland war zwar kurz keuchend da, wollte aber offensichtlich seinen schweeeeren Gitarrenkoffer nicht schleppen. Enrico Coromines hatte ebenfalls vermutlich aus gleichem Grund seine Tom Anderson, die er eigentlich zur Neubundierung bringen wollte, zu Hause gelassen und Julian Feifel, super Studiogitarrist und live Musiker u.a. bei Uwe Ochsenknecht, hatte ebenfalls seine Gitarre, die ihm André schon vor einigen Jahren gebaut hatte, zu Hause gelassen. Weder Mühe noch sonstige Strapatzen scheute ein Kunde aus dem Raum Bay. Wald. Er schleppte gleich 2 Gibson Cases an, die ja nun wirklich nicht gerade leicht sind. Was drin war? Nun ja, je eine Vintage '59er Flamed Maple Top Reissues mit Top AAAAAAAAAAA Decke. Sattel nachfeilen, damit sie sich leichter stimmen lassen und

komplett einstellen. Auch die Volumen Poti sollten so modifiziert werden, damit sie beim zurückdrehen einen durchsichtigen, transparenten Rythmussound machen. Kein Problem für André, der ja immer irgendwelche Tricks auf Lager hat. Spaßig war natürlich nachher der Soundtest: Welche der beiden klingt wohl besser? Da war dann kaum noch jemand im Laden, der nicht um Ossi und André herumstand und zuhörte (schaute). Da war für die Zuschauer die Fender Custom Shop Strat, bei welcher André ein Poti wechselte, schon fast uninteressant...

Roland war während des ganzen Nachmittags fast nicht mehr vom Kuchen wegzubekommen (André's Frau schickt nämlich öfters mal ein solches Leckerteil mit, daher Freitag morgens statt normaler Begrüßung immer folgender Satz: "Gibt's heut wieder Kuchen?"). War auch gut, mit ganz frischen Erdbeeren und mit Krokant bestreut.

Apropos Roland: Nachdem Ihm die Nummer mit den 6 Red Bull doch nicht so bekommen hatte (verursachte angeblich Kniegelenkschmerzen, obwohl es allenfalls Flügelschmerzen hätte sein könnte), probierte er es heute mit künstlichem Wachmacher plus nur einem Red Bull. Soll auch Flügel verliehen haben. Kaffee wäre vermutlich besser gewesen. Demnächst liefern wir hier noch ein neues Roland-nach-Red-Bull-Bild nach.

Und wo ist die Baby Blaue Staufer Vintage S-Caster? Offensichtlich verliehen. Schade eigentlich. Denn dieses Sahneteil wollten doch bestimmt noch einige andere anschauen, wo doch der Hals so gnadenlos gut in der Hand liegt...

25.6.99 Tja, kein Nick Woodland da, heute. Komisch, wird doch wohl seine Gitarre gefunden haben? Oder ist gar das Schlimmste passiert? Etwa alles in Ordnung und André braucht nichts mehr tun? Furchtbare Vorstellung. Dafür war Bernd Kühl mal wieder da (z.Z. mit Wolfgang Petri auf Tour). Tom Riepl schaute auch vorbei um André mitzuteilen, daß er seine Home Page mit seiner Lieblingsgitarre, der Staufer RieplCaster, aktualisiert hat.

An Reparaturen hatte André eine Gibson mit "Halsbruch" mitgebracht. Repariert, natürlich, und so überlackiert, daß von der Bruchstelle auch wirklich gar nichts mehr zu sehen war. Und - die BB King Lucille mit Original-Autogramm. Ordentlich überlackiert und damit dauerhaft fixiert.

Merkwürdig war heute nur, daß es alle ganz eilig hatten, obwohl wir noch keinen Vollmond haben! "Kannst Du mir bitte die Bünde abrichten?" André: "Ja, ist nächsten Freitag fertig." Heul, schluchtz: "Ich muß aber 5 Stunden am Tag(!) üben! Geht das vieleicht auch gleich?" André: "Na gut." Plötzlich ein anderer Kunde mit einer tollen 335er Copy, am besten gleich zwischendurch Elektronik ausbauen, Fehler suchen, wieder einbauen (durchs Schallloch und so... sehr nervig) und noch am besten gleich drauf warten. Dazwischen 2 Sigma Martin Copy's, Saitenlage flacher, Sattel nachfeilen. Ebenso an Roland's geliebte 69,- DM Ukulele (war die Strafe für das Bild von letzter Woche). Plötzlich zwei hübsche Mädl'z da, und ratz fatz 'ne ganz neue Martin (M-Serie) bei Roland gekauft. (Waren angeblich Schauspielerinnen, nur konnte sich André mal wieder die Namen nicht merken. Dafür merkte das ein (männlicher) Kunde und kaufte sogleich ebenfalls 'ne Martin. Im Prinzip also 2 Martins in 10 Minuten (Roland rechnete dies gleich auf die Arbeitszeit des ganzen Tages um - tolle Stückzahl). Plötzlich kurz vor 18..00 Uhr ein Typ da, der seine Fender Tele auf 11er Saiten eingestellt haben wollte und zwar unter dem Motto: Bitte gleich, wir haben um 18.00 Uhr ein Gig!? André macht alles, zur Not auch die Zeit zurückdrehen (zumindest auf der Uhr).

Nachdem sich der Kundenstau etwas auflockerte, konnte André seine neuen Gitarren auspacken, die er von den Rheinfelder Gitarrentagen mitgebracht hatte. Besonderen Anklang fand natürlich gleich die nitrolackierte, babyblaue Vintage S-Caster mit 3 Van Zandt Single Coils und dem passiven Staufer Power Switch, schönem Ahornhals mit Rio Palisander Griffbrett und Real Vintage Neckfinish. Klingt absolut amtlich, eben so, wie eine alte St.. klingen muß.

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