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StauferGuitars

André Waldenmaier

Hanauer Str. 91a

80993 München

+49 (0)172/7318642

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© Staufer

 

 

André Waldenmaier? Was? Wer? Nie gehört?

 

Spaß bei Seite: Viele kennen André Waldenmaier bereits aus seiner Tätigkeit bei Chandler Guitars und Lake Placid Guitars München von 1985 bis 1995.

Als gelernter Einzelhandelskaufmann arbeitete André Waldenmaier Ende der '70er Jahre zunächst bei Musik Schell, einem kleinen aber damals bedeutendem Großhandel für Musikinstrumente (Gretsch, Guild, Moonstone, Schecter, Veillete Citron, Session Amps, Gauss Lautsprecher, Prophet-5 und vieles mehr). Er war dort zuständig für Schecter Gitarrenteile sowie dem Gitarrenservice. Danach folgten fast 5 Jahre Musikhaus Barth in Stuttgart, bevor er zusammen mit Doug Chandler von Chandler Guitars London die Münchner Chandler Guitars GmbH gründete.

Für diese Münchner Firma wurde André Waldenmaier in London speziell ausgebildet. Besonderer Schwerpunkt war die Ergänzung und Verfeinerung seiner Gitarrenbauerfähigkeiten, insbesondere von Lackierungen. Schon bald stellten sich dort die hervorragenden Fähigkeiten von André heraus, die seinen späteren Ruf begründen, so dass er schon in der ersten Woche in London so prominente Kunden, wie Greg Lake, Mike Oldfield, Elvis Costello oder die Dire Straits persönlich beraten und die Reparaturen selbst durchführen durfte.

Hier die Chandler Guitars London HomePage: www.chandlerguitars.co.uk/history.php und da die Seite vom damaligen Werkstattleiter Charlie Chandler: www.guitar-xperience.com

Im Sommer 1985 wurde die Chandler Guitars München GmbH gegründet und André Waldenmaier Geschäftsführender Gesellschafter. Die Schwerpunkte dieser Firma waren: 1.)  Herstellung, Reparatur und Customizing von E-Gitarren, 2.) Mesa/Boogie Boutique und größter Stützpunkthändler in Deutschland, sowie 3.) der Import von brandaktuellen Insidertips. Als 1987 Doug Chandler sein Engagement in München beendete, übernahm André Waldenmaier die Firma zu 100% und benannte sie aus namensrechtlichen Gründen in Lake Placid Guitars GmbH um.

Mit neuer finanzieller Ausstattung gelang es André als erster offizieller Importeur den damals größten Geheimtip an Land zu ziehen: Paul Reed Smith! Es folgten Philip Kubicki EX Factor Bässe, Alembic Bässe und Randall Amps (Dave Lappard). André Waldenmaier gehörte zu den ersten OBL Pickup Händlern, half Bill Lawrence bei der Weiterntwicklung derselben und pflegte einen regen Erfahrungsaustausch mit dem Pickuppapst. Er importierte den später berühmten gewordenen Verzerrer "The Rat" und fand die Van Zandt True Vintage Pickups, wurde der erste offizielle europäische Importeur dieser bemerkenswerten Pickups, die damals zu den weltbesten Vintage-Replikaten gehören. Er importierte die allerersten Rivera Amps (TBR-1) und vieles andere mehr. Peter Diezel modifizierte zu dieser Zeit seine ersten Marshall Amps exklusiv für André, der für Peter die entsprechenden gebrauchten Marshall Topteile ankaufte und finanzierte. Unter der Anleitung von André Waldenmaier wurden nicht nur spezielle Verstärkerröhren nach klanglichen Gesichtspunkten selektiert, sondern es wurden auch Saiten und Gitarrenpflegemittel unter dem Namen "Lake Placid" hergestellt. Schon beinahe weltberühmt wurde sein gepolsterter "Lake Placid Gitarrengurt für schwere Instrumente". Und "ganz so nebenbei" legte André die damals in Deutschland geforderte Prüfung "Gitarrenbaumeister" ab.

Als einer der ersten Mesa/Boogie Stützpunkthändler nahm André Waldenmaier ab 1985 eine Vorreiterrolle auf dem damals boomenden Verstärkermarkt wahr. Als Boogie Stützpunkthändler No. I nach Umsatz und bestem Service, sowie insbesondere auch als Gitarrenbauer und Gitarrenreparaturfachmann wurde André Waldenmaier zu einer Institution in München. Zu seinen Kunden zählten sie alle: Abi von Reininghaus, Peter Wölpl, Wolfgang Schmid, Charly Hornemann, Mick Brehmen, Nick Woodland, Gaggey Mrozek (damals Herbert Grönemeyer Band), Thomas Kretschmer, Alfons Baumann (der Sammler), Paul Vincent Gunia, Wolle Kriwanek, Johann Daansen, Ossi Schaller, Enrico Coromines, The Kelly Family, Bernd Kühl und Rolf Pröpper (Wolfgang Petri-Band), sowie unzählige andere, die hier schon aus Platzgründen nicht aufgeführt werden können.

1995 verkaufte André Waldenmaier aus privaten Gründen die Firma und zog nach Eschenbach (Baden Württemberg) um sich beruflich im Umfeld seiner Familie neu zu orientieren. Nachdem der neue Besitzer die vereinbarte Zusammenarbeit im Bereich Gitarrenbau nicht mehr wünschte, stellte André auf der Frankfurter Musikmesse bereits 1997 seine ersten neuen Gitarren unter dem Namen "Staufer" vor. Ab Herbst 1997 übernahm André Waldenmaier die Gitarrenreparaturen vom Music Shop München. Seither ist als feste Institution jeden Freitag im Music Shop München "Gitarrenreparaturtag". Andere Musikfachgeschäfte bieten zwar keinen Reparaturtag, nutzen aber oftmals auch den bekannten Gitarrenreparaturservice von André Waldenmaier.

1998 folgte der erste "richtige" Messestand zusammen mit den Amps von Peter Diezel. Beginn der Zusammenarbeit mit Antonio Valderas (spanische Konzertgitarren). Ende 1998 schrieb André einen sehr interessanten Artikel im Vintage Guitars News, dem Vintage Gitarrenmagazin von Gunter Jansen und begründete schon hier seine erste journalistische Nebentätigkeit. Titel: "Gibt es eine Möglichkeit, den Sound und das Feeling einer echten Fender Pre CBS Strat nachzubauen?" Ein Fortsetzungsartikel über mehrere Ausgaben hinweg. 1999 folgte der 2. Stand auf der Musikmesse in Frankfurt. Im April 1999 wurde die Werkstatt in Eschenbach zu klein. Es folgte der Umzug in die neue Werkstatt im benachbarten Dürnau. Für Antonio Valderas gab André entscheidende Hinweise um diese spanischen Gitarren noch weiter zu verbessern. So wurde z.B. der Hals-/Korpusübergang sowie maßgebliche Konstruktionsdetails der Cutaway Instrumente neu designed und Anfang 2000 auf den Markt gebracht. Ende 2000 werden die ersten Instrumente mit dem damals brandneuen finnischen B-Band Pickupsystem serienmäßig hergestellt uns ausgeliefert. Bislang wurden diese Systeme von André Waldenmaier in aufwendiger Arbeit nachträglich hier in Deutschland montiert. Damit war Antonio Valderas weltweit die allererste Marke, welche das B-Band-Pickupsystem serienmäßig anbieten konnten. Durch weitere Verbesserungen konnte bei den vollmassiven Modellen No. 8 (Zederndecke) und No. 9 (Fichtendecke) die klanglichen Qualitäten weit über das bis dahin übliche Maß gesteigert werden, so dass in allen Preislagen ein außergewöhnlich günstiges Preis-/Leistungsverhältnis realisiert werden konnte.

1999 erhielt André Waldenmaier das Angebot vom GC Carstensen Verlag zur Mitarbeit an einem Buch mit dem Titel "E-Gitarren - Alles über Konstruktion und Histories", welches im Dezember 2001 in den Handel kam. Mehr dazu hier: Buchtitel

Im Dezember 2000 beginnt die Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch in Sachen Tonabnehmer mit dem deutschen Pickuphersteller Harry Häussel. Das Ergebnis ist eine komplett neue Serie von Staufer Pickups. Diese Pickups werden neben anderen speziellen Details mit handgeführtem Wickeldraht hergestellt. Eine Technik, die Harry Häussel bis dahin für sich nicht angewendet hat. Nachdem die klanglichen Qualitäten derart gut sind, entschließt sich Harry nach und nach seine eigene Pickupserie auf diese neue, mit Hilfe von André's Ideen entwickelte Herstellungstechnik umzustellen. Die klangliche Abstimmung ist freilich nach Harrys Geschmack eine andere als bei André. Denn dessen Staufer Pickups orientieren sich weitgehend an den ganz alten W.L. Van Zandt Pickups, die André noch als Muster besitzt. Seit diesem Zeitpunkt gelten Häussel und auch Staufer Pickups als der absolute Geheimtip, welches sich in ständig steigenden Verkaufszahlen niederschlägt. Mehr dazu auch hier: stauferrrr+mehr2.htm. Über die Pickups selbst hier: stauferpickups. Mittlerweile werden die Staufer Pickups mit einer teuren, computergesteuerten Wickelmaschine hergestellt, welche die Handführung des Drahts in Duzenden von Schritten simuliert und somit Pickup für Pickup dasselbe hervorragende klangliche Ergebnis liefert.

Ab Dezember 2001 bis Dezember 2002 wurde Andre´ vom Münchner Music Shop als Berater und Mitarbeiter engagiert. Andre´ ist innerhalb dieser Zeitspanne für zwei Tage pro Woche neben organisatorischen Aufgaben und Beratung für die Leitung von Limited Guitars, der Abteilung für hochklassige Instrumente, zuständig. Aufgrund der zeitlichen Engpässe (Insider wissen, dass André nicht nur bis spät abends, sondern auch an Samstagen und stundenweise an Sonntagen arbeiten muss, um mit den Reparatur- und Gitarrenaufträgen in gewohnt bester Qualität fertig zu werden) ist André ab Dezember 2002 wieder an 5 bis 6 Tagen in der Werkstatt und Freitags zum institutionellen Gitarren-Reparaturtag im Münchner Music Shop. 2003 startet die Zusammenarbeit mit dem spanischen Spitzengitarrenbauer Vicente Carrillo, dessen Konzert- und Flamencogitarren mit zu den weltbesten gehören. Zu seinen Kunden gehört u.a. Paco de Lucia. Im Frühjahr 2003 trennt sich nach 18 Ehejahren Ulli von André. Ein sensationell guter Testbericht einer Staufer Custom S-Caster erscheint im Gitarre & Bass Magazin Ausgabe 6 im Juni 2003. Im November 2003 erfolgt der Umzug in die neue Werkstatt- und Wohnräume (im alten Werkstattgebäude). Wohnen und Arbeiten auf einer Etage - genau das Richtige für einen Workoholic.

In der bekannten Musikerzeitschrift Gitarre & Bass wurde Staufer Guitars in einem tollen Feature in der Ausgabe 7/2006 vorgestellt. Ebenfalls in 2006 begann die Projektierung eines "Designed by Staufer" Modell für die bekannte deutsche Marke Hohner. Hohner war in den 1980er Jahren eine sehr starke Marke im Bereich preiswerter Einsteigergitarren und verkaufte Tausende solcher Instrumente, zog sich aber in späteren Jahren aufgrund vielfältiger Umstrukturierungen aus diesem Marksegment weit zurück. Heute möchte man dort wieder mehr bewirken und mit einigen qualitativ sehr hochwertigen Instrumenten auf sich aufmerksam machen. Erstmals vorgestellt wurden diese Instrumente auf der Frankfurter Musikmesse 2007. Die Markteinführung erfolgte 2008.

Beginnend mit der Ausgabe 06/2008 erscheint im Gitarre & Bass Magazin die Kolumne "Pimp Your Cheapo". Hier beschreibt André in einer monatlichen Fortsetzungsfolge, wie man eine einfache und preiswerte Gitarre optimiert und in Schritten bis zu einem Super-Instrument  verfeinert. Eine weitere Kolumnenserie im G&B Magazin nennt sich "Guitar Shop". Hier geht es um unterschiedliche Fragen, wie z.B. den unterschiedlichen Halsfüßen und deren klangliche Auswirklungen bei Gibson Les Pauls, um die Frage, wo Hölzer herkommen oder wie Pickups funktionieren.

Ende Juli 2008 erfolgt der Umzug nach München - also dahin zurück, wo 1985 alles begann. Die Staufer Werkstatt befindet sich dann im großen Music Shop / Just Music Gebäude im obersten Stockwerk. Das hat zum einen den Vorteil, daß André näher am größten Teil seiner Stammkundschaft ist und zum anderen näher am "Markt" um Trends und Veränderungen schneller erkennen zu können. Ein Wichtiger Punkt bei der Zusammenarbeit mit anderen Firmen, wie beispielsweise dem Hohner-Projekt.

 

Bilanz:

* Bald 35 Jahre Berufserfahrung, davon 31 allein in der Musikbranche

* Über 25 Jahre Gitarrenbauererfahrung als Profi

* Bereits mehrere hundert selbst gebaute Gitarren

* Hunderte, wenn nicht sogar tausender Neubundierungen und sonstige Fret Jobs

* unzählige Pickups eingebaut, zehntausende Kabel verlötet

* gefräst, geshaped, geschliffen, lackiert, repariert, die Stunden sind nicht mehr zu messen

* zentnerweise Holz umgestapelt

* unzählige Erfahrungen gesammelt

* nie den direkten Kontakt mit den Musikern verloren

* durch die vielen Reparaturen immer am "Puls der Zeit"

* viele Stunden Schreibarbeit am Fachbuch "E-Gitarren", welches ein Standardwerk für alle wurde, die sich für dieses immer noch moderne Instrument interessieren.

* unentwegt weitere zahllose Stunden Schreibarbeit für diverse Kolumnen für das Magazin Gitarre & Bass.

 

Übrigens: Der Name "Staufer" leitet sich von dem Berg "Hohenstaufen" ab, dem Wahrzeichen der Region, von welchem einst die Staufer Kaiser regierten. Hier gibt es u.a. Staufen Bräu, Staufen Fahrzeugbau, Stauferland Hotel, Staufenstraße, Straße der Staufer usw. Staufer Guitars kommt ursprünglich aus dieser Region.