
André Waldenmaier? Was? Wer? Nie gehört?
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Spaß bei Seite: Viele
kennen André Waldenmaier bereits aus seiner Tätigkeit bei
Chandler Guitars und Lake Placid Guitars München von 1985 bis 1995.
Als gelernter
Einzelhandelskaufmann arbeitete André Waldenmaier Ende
der '70er Jahre zunächst bei Musik Schell, einem kleinen aber damals
bedeutendem Großhandel für Musikinstrumente (Gretsch, Guild, Moonstone,
Schecter, Veillete Citron, Session Amps, Gauss Lautsprecher, Prophet-5 und vieles mehr). Er war dort zuständig für Schecter
Gitarrenteile sowie dem Gitarrenservice. Danach folgten
fast 5 Jahre Musikhaus Barth in Stuttgart, bevor er
zusammen mit Doug Chandler von Chandler Guitars London
die Münchner Chandler Guitars GmbH gründete.
Für diese Münchner
Firma wurde André Waldenmaier in London speziell ausgebildet. Besonderer
Schwerpunkt war die Ergänzung und Verfeinerung seiner
Gitarrenbauerfähigkeiten, insbesondere von Lackierungen. Schon bald
stellten sich dort die hervorragenden Fähigkeiten von André heraus, die
seinen späteren Ruf begründen, so
dass er schon in der ersten Woche in London so prominente
Kunden, wie Greg Lake, Mike Oldfield, Elvis Costello oder
die Dire Straits persönlich beraten und die Reparaturen
selbst durchführen durfte.
Hier die
Chandler Guitars London HomePage:
www.chandlerguitars.co.uk/history.php
und da die Seite vom damaligen Werkstattleiter Charlie Chandler:
www.guitar-xperience.com
Im Sommer 1985 wurde die Chandler Guitars München GmbH
gegründet und André Waldenmaier Geschäftsführender
Gesellschafter. Die Schwerpunkte dieser Firma waren: 1.)
Herstellung, Reparatur und Customizing von E-Gitarren, 2.) Mesa/Boogie Boutique und
größter Stützpunkthändler in Deutschland, sowie 3.)
der Import von brandaktuellen Insidertips. Als 1987 Doug Chandler sein Engagement in München
beendete, übernahm André Waldenmaier die Firma zu 100%
und benannte sie aus namensrechtlichen Gründen in Lake Placid Guitars GmbH um.
Mit neuer finanzieller
Ausstattung gelang es André als erster offizieller
Importeur den damals größten Geheimtip an Land zu
ziehen:
Paul
Reed
Smith! Es folgten Philip Kubicki EX
Factor Bässe, Alembic Bässe und Randall Amps (Dave
Lappard). André Waldenmaier gehörte zu den ersten OBL
Pickup Händlern, half Bill Lawrence bei der
Weiterntwicklung derselben und pflegte einen regen
Erfahrungsaustausch mit dem Pickuppapst. Er importierte den
später berühmten gewordenen Verzerrer "The
Rat" und fand die Van Zandt True Vintage Pickups,
wurde der erste offizielle europäische Importeur dieser
bemerkenswerten Pickups, die damals zu den weltbesten
Vintage-Replikaten gehören. Er importierte die allerersten Rivera Amps
(TBR-1) und vieles andere mehr. Peter Diezel modifizierte zu dieser Zeit
seine ersten Marshall Amps exklusiv für André, der für
Peter die entsprechenden gebrauchten Marshall Topteile
ankaufte und finanzierte. Unter der Anleitung von André
Waldenmaier wurden nicht nur spezielle Verstärkerröhren
nach klanglichen Gesichtspunkten selektiert, sondern es
wurden auch Saiten und Gitarrenpflegemittel unter dem Namen "Lake Placid" hergestellt.
Schon beinahe weltberühmt wurde sein gepolsterter
"Lake Placid Gitarrengurt für schwere
Instrumente". Und "ganz so nebenbei" legte
André die damals in Deutschland geforderte Prüfung
"Gitarrenbaumeister" ab.
Als einer der ersten Mesa/Boogie Stützpunkthändler nahm André Waldenmaier ab 1985 eine Vorreiterrolle auf dem
damals boomenden Verstärkermarkt wahr. Als Boogie
Stützpunkthändler No. I nach Umsatz und bestem Service,
sowie insbesondere auch als Gitarrenbauer und
Gitarrenreparaturfachmann wurde André Waldenmaier zu
einer Institution
in München. Zu
seinen Kunden zählten sie alle: Abi von Reininghaus,
Peter Wölpl, Wolfgang Schmid, Charly Hornemann, Mick
Brehmen, Nick Woodland, Gaggey Mrozek (damals Herbert
Grönemeyer Band), Thomas Kretschmer, Alfons Baumann (der
Sammler), Paul Vincent Gunia, Wolle Kriwanek, Johann
Daansen, Ossi Schaller, Enrico Coromines, The Kelly
Family, Bernd Kühl und Rolf Pröpper (Wolfgang
Petri-Band), sowie unzählige andere, die hier schon aus Platzgründen nicht
aufgeführt werden können.
1995 verkaufte André Waldenmaier aus privaten Gründen die Firma und zog
nach Eschenbach (Baden Württemberg) um sich beruflich im Umfeld seiner
Familie neu zu orientieren. Nachdem der neue
Besitzer die vereinbarte Zusammenarbeit im Bereich
Gitarrenbau nicht mehr wünschte, stellte André auf der
Frankfurter Musikmesse bereits 1997 seine
ersten neuen Gitarren unter dem Namen "Staufer"
vor. Ab Herbst 1997
übernahm André Waldenmaier die Gitarrenreparaturen vom
Music Shop München. Seither ist als feste Institution jeden Freitag im Music
Shop München "Gitarrenreparaturtag". Andere
Musikfachgeschäfte bieten zwar keinen Reparaturtag,
nutzen aber oftmals auch den bekannten
Gitarrenreparaturservice von André Waldenmaier.
1998 folgte der erste
"richtige" Messestand zusammen mit den Amps von
Peter Diezel. Beginn der Zusammenarbeit mit Antonio Valderas (spanische Konzertgitarren). Ende 1998 schrieb André einen sehr
interessanten Artikel im Vintage Guitars News, dem
Vintage Gitarrenmagazin von Gunter Jansen und begründete schon hier
seine erste journalistische Nebentätigkeit. Titel: "Gibt es eine Möglichkeit, den Sound und das Feeling einer echten Fender Pre CBS Strat
nachzubauen?" Ein Fortsetzungsartikel über mehrere
Ausgaben hinweg. 1999 folgte der 2. Stand auf der
Musikmesse in Frankfurt. Im April
1999 wurde die
Werkstatt in Eschenbach zu klein. Es folgte der Umzug in die neue
Werkstatt im benachbarten Dürnau. Für Antonio Valderas gab André entscheidende
Hinweise um diese spanischen Gitarren noch weiter zu
verbessern. So wurde z.B. der Hals-/Korpusübergang sowie
maßgebliche Konstruktionsdetails der Cutaway Instrumente neu designed
und Anfang 2000 auf den Markt gebracht. Ende 2000 werden die ersten Instrumente
mit dem damals brandneuen finnischen B-Band
Pickupsystem serienmäßig hergestellt uns ausgeliefert.
Bislang wurden diese Systeme von André Waldenmaier in
aufwendiger Arbeit nachträglich hier in Deutschland
montiert. Damit war Antonio Valderas weltweit die allererste
Marke, welche das B-Band-Pickupsystem serienmäßig anbieten konnten. Durch weitere Verbesserungen konnte bei den
vollmassiven Modellen No. 8 (Zederndecke) und No. 9
(Fichtendecke) die klanglichen Qualitäten weit über das
bis dahin übliche Maß gesteigert werden, so dass in
allen Preislagen ein außergewöhnlich günstiges
Preis-/Leistungsverhältnis realisiert werden konnte.
1999 erhielt André Waldenmaier das
Angebot vom GC Carstensen Verlag zur Mitarbeit an einem Buch mit dem Titel
"E-Gitarren - Alles über Konstruktion und
Histories",
welches im Dezember
2001 in den Handel
kam. Mehr dazu hier: Buchtitel
Im Dezember 2000 beginnt die Zusammenarbeit und
Erfahrungsaustausch in Sachen Tonabnehmer mit dem
deutschen Pickuphersteller Harry Häussel. Das Ergebnis
ist eine komplett neue Serie von Staufer Pickups. Diese
Pickups werden neben anderen speziellen Details mit
handgeführtem Wickeldraht hergestellt. Eine Technik, die
Harry Häussel bis dahin für sich nicht angewendet hat. Nachdem
die klanglichen Qualitäten derart gut sind, entschließt
sich Harry nach und nach seine eigene Pickupserie auf
diese neue, mit Hilfe von André's Ideen entwickelte Herstellungstechnik
umzustellen. Die klangliche Abstimmung ist freilich nach
Harrys Geschmack eine andere als bei André. Denn dessen Staufer Pickups
orientieren sich weitgehend an den ganz alten W.L.
Van Zandt Pickups, die André noch als Muster
besitzt. Seit diesem Zeitpunkt gelten Häussel und auch
Staufer Pickups als der absolute Geheimtip, welches sich
in ständig steigenden Verkaufszahlen niederschlägt.
Mehr dazu auch hier: stauferrrr+mehr2.htm. Über die Pickups selbst hier:
stauferpickups. Mittlerweile werden die Staufer Pickups mit einer teuren,
computergesteuerten Wickelmaschine hergestellt, welche die Handführung
des Drahts in Duzenden von Schritten simuliert und somit Pickup für
Pickup dasselbe hervorragende klangliche Ergebnis liefert.
Ab Dezember 2001 bis Dezember 2002 wurde Andre´ vom Münchner
Music Shop als Berater und Mitarbeiter engagiert. Andre´
ist innerhalb dieser Zeitspanne für zwei Tage pro Woche
neben organisatorischen Aufgaben und Beratung für die
Leitung von Limited Guitars, der Abteilung für hochklassige Instrumente,
zuständig. Aufgrund der zeitlichen Engpässe (Insider wissen, dass André
nicht nur bis spät abends, sondern auch an Samstagen und stundenweise an Sonntagen arbeiten muss, um mit den
Reparatur- und Gitarrenaufträgen in gewohnt bester
Qualität fertig zu werden) ist André ab Dezember 2002 wieder an 5 bis 6 Tagen in der Werkstatt und
Freitags zum institutionellen
Gitarren-Reparaturtag im Münchner Music Shop. 2003 startet die Zusammenarbeit mit dem spanischen
Spitzengitarrenbauer Vicente Carrillo, dessen Konzert-
und Flamencogitarren mit zu den weltbesten gehören. Zu
seinen Kunden gehört u.a. Paco de Lucia. Im Frühjahr 2003 trennt sich nach 18 Ehejahren Ulli
von André. Ein sensationell guter Testbericht einer
Staufer Custom S-Caster erscheint im Gitarre & Bass
Magazin Ausgabe 6 im Juni 2003.
Im November 2003 erfolgt der Umzug in die neue
Werkstatt- und Wohnräume (im alten Werkstattgebäude).
Wohnen und Arbeiten auf einer Etage - genau das Richtige
für einen Workoholic.
In der bekannten Musikerzeitschrift Gitarre &
Bass wurde Staufer Guitars in einem tollen Feature in der Ausgabe
7/2006 vorgestellt. Ebenfalls in
2006 begann die Projektierung eines "Designed by Staufer"
Modell für die bekannte deutsche Marke
Hohner. Hohner war in den 1980er Jahren eine sehr
starke Marke im Bereich preiswerter Einsteigergitarren und verkaufte
Tausende solcher Instrumente, zog sich aber in späteren Jahren aufgrund
vielfältiger Umstrukturierungen aus diesem Marksegment weit zurück.
Heute möchte man dort wieder mehr bewirken und mit einigen qualitativ
sehr hochwertigen Instrumenten auf sich aufmerksam machen. Erstmals
vorgestellt wurden diese Instrumente auf der Frankfurter Musikmesse
2007. Die Markteinführung erfolgte 2008.
Beginnend mit der Ausgabe 06/2008
erscheint im Gitarre & Bass Magazin die Kolumne
"Pimp Your Cheapo". Hier
beschreibt André in einer monatlichen Fortsetzungsfolge, wie man eine einfache und preiswerte Gitarre optimiert
und in Schritten bis zu einem Super-Instrument verfeinert. Eine
weitere Kolumnenserie im G&B Magazin nennt sich "Guitar Shop". Hier geht
es um unterschiedliche Fragen, wie z.B. den unterschiedlichen Halsfüßen
und deren klangliche Auswirklungen bei Gibson Les Pauls, um die Frage,
wo Hölzer herkommen oder wie Pickups funktionieren.
Ende Juli 2008 erfolgt
der Umzug nach München - also dahin zurück, wo 1985 alles begann. Die
Staufer Werkstatt befindet sich dann im großen Music Shop / Just Music
Gebäude im obersten Stockwerk. Das hat zum einen den Vorteil, daß André
näher am größten Teil seiner Stammkundschaft ist und zum anderen näher
am "Markt" um Trends und Veränderungen schneller erkennen zu können. Ein
Wichtiger Punkt bei der Zusammenarbeit mit anderen Firmen,
wie beispielsweise dem Hohner-Projekt.
Bilanz:
* Bald 35 Jahre Berufserfahrung, davon 31
allein in der
Musikbranche
* Über 25 Jahre Gitarrenbauererfahrung
als Profi
* Bereits mehrere hundert selbst
gebaute Gitarren
* Hunderte, wenn nicht sogar
tausender Neubundierungen und sonstige Fret Jobs
*
unzählige Pickups eingebaut,
zehntausende Kabel verlötet
* gefräst, geshaped,
geschliffen, lackiert, repariert, die Stunden sind nicht
mehr zu messen
* zentnerweise Holz umgestapelt
* unzählige Erfahrungen
gesammelt
* nie den direkten Kontakt mit
den Musikern verloren
* durch die vielen Reparaturen
immer am "Puls der Zeit"
* viele Stunden Schreibarbeit am
Fachbuch "E-Gitarren", welches ein Standardwerk
für alle wurde, die sich für dieses immer noch moderne
Instrument interessieren.
* unentwegt weitere zahllose Stunden Schreibarbeit
für diverse Kolumnen für das Magazin Gitarre & Bass.
Übrigens: Der Name "Staufer"
leitet sich von dem Berg "Hohenstaufen" ab, dem Wahrzeichen der
Region, von welchem einst die Staufer Kaiser regierten.
Hier gibt es u.a. Staufen Bräu, Staufen Fahrzeugbau,
Stauferland Hotel, Staufenstraße, Straße der Staufer usw. Staufer Guitars
kommt ursprünglich aus dieser Region.
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